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Elektrosmog abschirmen: was hilft, was Aufwand ist — und was wir stattdessen tun

Wer sich mit Elektrosmog im eigenen Zuhause beschäftigt, stösst schnell auf eine lange Liste von Massnahmen: Abschirmfarbe, Vorhänge, Netzfreischalter, Erdungslaken, Messgeräte. Vieles davon funktioniert. Manches davon ist aufwendiger, als es zunächst aussieht, und einiges kann sich ins Gegenteil verkehren. Dieser Beitrag ordnet die gängigen Massnahmen sachlich ein — ohne Dramatik, und ohne Ihnen etwas zu verkaufen, bevor Sie verstanden haben, worum es geht.

Zuerst: Nähe und Dauer entscheiden, nicht die Aufregung

Bevor man baut, misst oder kauft, lohnt sich eine schlichte Bestandsaufnahme. Zwei Dinge bestimmen, welche Quelle in Ihrem Alltag überhaupt eine Rolle spielt: wie nah sie Ihnen ist und wie lange Sie ihr ausgesetzt sind.

Der Mobilfunkmast am Ortsrand beschäftigt die Gemüter, das Gerät auf dem Nachttisch beschäftigt Sie acht Stunden pro Nacht. Deshalb ist das Schlafzimmer der Raum, an dem man anfängt — nicht, weil dort mehr los wäre, sondern weil man dort am längsten bleibt. Und deshalb bringt eine ehrliche Liste der eigenen Geräte meist mehr als jede Massnahme an der Gebäudehülle. Bei den meisten Menschen ist die Liste kürzer, als sie befürchtet haben.

Zwei verschiedene Dinge, die oft in einen Topf geworfen werden

„Abschirmung” ist kein einheitlicher Begriff, weil es zwei ganz unterschiedliche Arten von Feldern gibt.

Hochfrequente Felder stammen von allem, was funkt: WLAN-Router, Mobilfunk, schnurlose Telefone, Babyphones, Bluetooth-Geräte. Sie breiten sich im Raum aus und lassen sich durch leitfähige Materialien dämpfen.

Niederfrequente Felder stammen aus der Hausinstallation: Leitungen in der Wand, Verlängerungskabel, Netzteile, Steckdosenleisten. Sie verhalten sich völlig anders und brauchen völlig andere Massnahmen — abschirmende Gewebe helfen hier nicht.

Wer eine Massnahme für das eine Problem gegen das andere einsetzt, investiert Geld und Aufwand in etwas, das an der Sache vorbeigeht. Das ist der häufigste Fehler in diesem Feld.

Was ohne Material, ohne Handwerker und ohne Kosten geht

Die wirksamsten Schritte sind meist die unspektakulärsten:

  • Abstand. Ein Meter mehr wirkt bei einer Funkquelle deutlich stärker, als die meisten erwarten. Das Handy gehört nicht aufs Kopfkissen, und der Router nicht ins Schlafzimmer.
  • Kabel statt Funk. Der Computer am Netzwerkkabel, der Drucker am Kabel, Musik über Kabel: Jede Verbindung, die nicht funken muss, funkt auch nicht.
  • Nachtschaltung am Router. Die meisten aktuellen Router können das WLAN nachts selbst abschalten. Das kostet einen Klick in den Einstellungen und wirkt jede Nacht.
  • Die Basisstation des Schnurlostelefons. Sie funkt dauerhaft, unabhängig davon, ob telefoniert wird. Ein Standort ausserhalb des Schlafzimmers ist einer der wirksamsten Einzelschritte überhaupt — und viele Geräte haben eine Eco-Einstellung, die das Funken in Ruhe deutlich reduziert.
  • Das Babyphone. Es steht dort, wo das Kind schläft, und läuft die ganze Nacht. Ein grösserer Abstand zum Bettchen ändert hier mehr als jede bauliche Massnahme.

Diese Schritte kosten nichts und lassen sich heute Abend erledigen. Wer danach immer noch etwas tun möchte, kommt zu den baulichen Massnahmen — und sollte wissen, worauf er sich einlässt.

Abschirmmaterialien: sie funktionieren, aber nur lückenlos

Abschirmfarben, Gewebe, Baldachine und metallische Folien dämpfen hochfrequente Felder tatsächlich. Das ist Physik, nicht Aberglaube, und es ist messbar.

Die Schwierigkeit liegt nicht im Material, sondern in der Lückenlosigkeit. Ein Feld nimmt jeden Weg, der offen bleibt: Fenster, Türen, Lüftungsöffnungen, Leitungsdurchführungen. Eine Wand mit Abschirmfarbe, neben der ein unbehandeltes Fenster sitzt, verschiebt das Problem, statt es zu lösen. Abschirmfarbe muss zudem fachgerecht geerdet werden — ohne korrekte Erdung kann sie das Gegenteil dessen bewirken, wofür sie gestrichen wurde.

Unser Rat, wenn Sie diesen Weg gehen wollen: gehen Sie ihn ganz, mit einem erfahrenen Fachmann und mit Messung vorher und nachher. Halbe Abschirmung ist der teuerste Zustand von allen.

Erdung des Bettes: bitte nur vom Fachmann

Erdungsmatten und -laken werden im Netz häufig empfohlen. Dazu ein sachlicher Sicherheitshinweis, unabhängig von jeder Wirkungsfrage: Eine Erdung greift in die Elektroinstallation ein. Ob eine Steckdose einen einwandfreien Schutzleiter hat, sieht man ihr nicht an, und eine fehlerhafte Erdung ist ein Risiko, das nichts mehr mit Elektrosmog zu tun hat. Das gehört in die Hand einer Elektrofachkraft — auch dann, wenn dem Produkt ein Steckeradapter beiliegt.

Der Punkt, der fast nie genannt wird

Mobilfunkgeräte regeln ihre Sendeleistung nach der Verbindungsqualität: Je schlechter der Empfang, desto stärker senden sie. Wer einen Raum abschirmt und Handy, Tablet oder Babyphone darin weiterbetreibt, kann deshalb genau das Gegenteil dessen erreichen, was er wollte — die Sender stehen dann innerhalb der Abschirmung und arbeiten gegen sie an.

Abschirmung wirkt nur, wenn die Quellen draussen bleiben. Das ist keine Kleinigkeit am Rande, sondern die Frage, an der die meisten Abschirmprojekte in Wohnräumen scheitern.

Brauche ich ein Messgerät?

Für die Bestandsaufnahme: ja, das ist sinnvoll. Ein Messgerät zeigt Ihnen, welche Quellen in Ihrem Zuhause überhaupt eine Rolle spielen, und ersetzt Vermutungen durch Zahlen. Es zeigt Ihnen auch, ob eine Massnahme das bewirkt hat, was sie sollte.

Was es nicht zeigt, ist unsere Arbeit — dazu gleich mehr.

Unser Weg: nicht fernhalten, sondern harmonisieren

Wir bauen keine Abschirmung. Wir gehen einen anderen Weg: Wir sorgen für ein harmonisches Schwingungsfeld im jeweiligen Energiesystem — im Haus, im Körper, im Wasser, im Fahrzeug. In diesem Feld können künstliche Frequenzen keine Resonanz mehr erzeugen.

Der praktische Unterschied ist einfach zu beschreiben. Eine Abschirmung müssen Sie planen, bauen, messen und lückenlos halten; sie ist so gut wie ihre schwächste Stelle, und sie verliert an Wert, sobald ein neues Gerät hinzukommt. Ein harmonisiertes Feld bleibt bestehen, auch wenn morgen ein weiteres Gerät im Haus steht.

Unsere Produkte arbeiten auf der Informationsebene. Das heisst auch: Ein Messgerät wird nach dem Einsatz eines unserer Produkte dieselben Werte anzeigen wie vorher — wir verändern die Physik der Felder nicht und behaupten das auch nicht. Wer eine Veränderung feststellt, stellt sie an sich selbst fest. Wie, wo und ob sich das zeigt, ist individuell verschieden und nicht vorhersehbar.

Wie dieser Ansatz im Einzelnen funktioniert, haben wir hier ausführlich beschrieben: Unser Ansatz →

Kurz zusammengefasst

Fangen Sie mit den Quellen an, die Ihnen am nächsten und am längsten begegnen. Nutzen Sie zuerst das, was nichts kostet: Abstand, Kabel, Nachtschaltung, Standort der Basisstation. Wenn Sie baulich abschirmen wollen, tun Sie es ganz und mit Fachbegleitung — und denken Sie daran, dass die Sender dann draussen bleiben müssen. Und wenn Sie einen Weg suchen, der ohne bauliche Massnahmen auskommt und nicht bei jedem neuen Gerät neu geplant werden muss, sehen Sie sich unseren Ansatz an.

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